Ein teurer Rechtsstreit steht an? – Wie Prozesskostenfinanzierer Ihnen helfen Ihr Recht durchzusetzen

Ein Gerichtsprozess ist sehr kostspielig. Gerichtsgebühren, die Kosten für den eigenen Anwalt und wenn der Prozess verloren ist, kommen noch das Honorar des gegnerischen Rechtsbeistandes, Kosten für Zeugen und Gutachten hinzu. Fast unmöglich für Kläger ohne Rechtsschutzversicherung zu stemmen. Doch es gibt geldliche Unterstützung, die einen Prozess möglich macht.

Prozesskostenfinanzierung funktioniert wie eine Geldanlage. Die Kosten, die während und nach dem Prozess anfallen, werden komplett vom Prozesskostenfinanzierer übernommen, in der Voraussicht, dass sein Kläger gewinnt. Dann bekommt der Prozesskostenfinanzierer einen prozentualen Anteil des Gewinns vom Kläger und tätigt so eine gute Investition. Das ist auch der Grund, weshalb nur Fälle angenommen werden, wo es um eine konkrete Schadensersatzzahlung, oder einen geldlichen Streitwert geht.

Das Geschäft würde sich also nur lohnen, wenn die Erfolgsaussichten hoch genug sind. Dazu gehört eine aufwendige Prüfung der Anfragen. In vielen Fällen übernehmen Prozessfinanzierer deshalb nur ab einem Streitwert um fünf bis sechsstellige Beträge.

Um die Prüfung durchzuführen werden ausführliche Unterlagen von einem Anwalt erwartet, den man vor der Anfrage beauftragen muss. Außerdem muss die Liquidität des Prozessgegners geprüft werden, um sicherzustellen, dass die Zahlung bei Gewinn auch gewährleistet ist, bevor der Prozessfinanzierer zustimmt, die Kosten zu übernehmen.

Das Prüfen und Warten kann sich in die Länge ziehen. Wir haben dies für die Klage gegen Volkswagen im Dieselskandal abgekürzt und ein innovatives Online-Tool zusammen mit einem Prozesskostenfinanzierer entwickelt. Den umständlichen Umweg über eine Klageschrift eines Anwaltes konnten wir hier umgehen, da viele Parameter bekannt waren.

Mit nur wenigen Angaben zum Fahrzeug konnte man mit verschiedenen Reglern seine individuelle Finanzierungsmöglichkeit für den Prozess gegen VW einstellen. Das Prozessrisiko konnte dort bis zu 100 Prozent minimiert werden. Die Betroffenen entschieden selbst, ob oder wie viel des Kostenrisikos sie selbst tragen mochten. Im Anschluss wurde dann automatisch eine transparente Übersicht zum erwartenden Klageerlös und den eventuellen Kosten erstellt.

So konnte Zeit und Aufwand auf beiden Seiten gespart werden.  

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